Die Schlagzeilen über den Umbau des Scala in Ludwigsburg waren der Anlass, beim monatlichen Kommunalpolitischen Stammtisch des Ortsverbandes der Freien Wähler Ludwigsburg unter der Leitung von Brigitte Rayer-Pohland darüber zu diskutieren.

Die Herren Mathias Weißer Hochbauamt, Andreas Veit Wohnungsbau Ludwigsburg, Horst Jung Scala Betrieb und Rolf Iseler Scala Kultur waren zu dieser Diskussion eingeladen und standen Rede und Antwort.

 

Ludwigsburg bekommt eine schöne Veranstaltungsstätte. Davon sind die Macher vom Scala überzeugt. Zu sehen ist das schon am fertiggestellten Restaurant mit den Sanitärräumen.

 

Andreas Veit erläuterte den bisherigen Verlauf der Umbauarbeiten. Die große Lösung, die vom Gemeinderat beschlossen wurde, beinhaltet im zweiten Bauabschnitt eine energetische und technische Verbesserung, einen Ausbau der Westseite mit „backstage“ und Büroflächen im Obergeschoß.

Die zu beseitigenden Schadstoffe haben sich als nicht gravierend herausgestellt.

Nachdem für den Rohbau nur ein wertbares, weit über den Kostenschätzungen liegendes Angebot eingegangen ist, wurden kurzfristig die bereits terminierten Abbrucharbeiten eingestellt. Es müssen umgehend weitere Angebote für den Rohbau und den weiteren Ausbau eingeholt werden, um Kostensicherheit zu erhalten.

 

Die Verzögerungen, die jetzt eingetreten sind, machen es den Scala Betreibern nicht leicht, durchzuhalten und vor allen Dingen den Spielbetrieb zu planen. Horst Jung erläuterte, wie schwierig es ist, Veranstaltungen zu planen und zu terminieren, wenn kein genauer Bauzeitenplan und Fertigstellungstermin vorliegen.

Sponsoren und Agenturen wollen Planungssicherheit. Mit Idealismus alleine lässt sich das nicht erledigen. Die Stadt bzw. die Wohnungsbau müssen sehr rasch ihre Hausaufgaben machen und auch über einen Ersatz der entgangenen Einnahmen beraten.

 

Fehler im ersten Bauabschnitt räumte Mathias Weißer ein. Diese müssen im nächsten und wichtigsten Bauabschnitt dringend vermieden werden. Durch die bereits jetzt eingetretenen Verzögerungen sind die Abbrucharbeiten in dem bisher geplanten Zeitfenster nicht durchzuführen. Der Innenausbau des Saales läuft parallel weiter.

In der nun stattfindenden Überarbeitung der Planung wird auch über ein abspecken des Raumprogramms bzw. eine Änderung im Bereich der Untergeschoß-Flächen nachgedacht.

Diese Planung wird dem Gemeinderat Ende Juni vorgelegt. Das Ziel ist, die Entscheidungen und

die Angebotseinholung bzw. die Auftragsvergabe so schnell wie möglich durchzuführen, damit

die verlorene Zeit nicht noch größer wird.

 

Auf die derzeitige Unsicherheit in allen Bereichen des Scala wies Rolf Iseler hin. Es wurde in der Vergangenheit um vieles gekämpft. Der Kampf wird nun weitergehen. Ohne Einnahmen kann diese Situation aber nicht mehr lange durchgehalten werden.

 

In der großteils sehr sachlich, manchmal aber doch auch emotional und mit Herzblut geführten Diskussion zeigte sich, dass das Scala zu Ludwigsburg gehört und auch politisch gewollt ist. Stadt, Wohnungsbau und Scala sind nun gefordert, dringend über die Möglichkeiten zu sprechen, die ein kostengünstiges und zügiges Weiterbauen ermöglichen.

 


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