+++ Bericht zum Kommunalpolitischen Stammtisch am 14.06.2010
Beim dritten Kommunalpolitischen Stammtisch des Ortsverbandes der Freien Wähler Ludwigsburg unter der Leitung von Brigitte Rayer-Pohland im Heilbronner Torhaus wurde das bisher in den Gremien sehr kontrovers diskutierte Thema der Nord-Ost-Umfahrung Stuttgart mit den Belastungen oder Entlastungen für Ludwigsburg gewählt.
Für dieses sehr komplexe Thema konnte Dr. Peter-Michael Valet gewonnen werden, der in einem interessanten und auch sehr aufschlussreichen Vortrag die Mitglieder des Ortsverbandes an dieses Thema heranführte. Wie sieht es aus Ludwigsburger Sicht aus, dies war die Hauptfrage aus dem Ortsverband, die Dr. Valet zu erklären hatte. Denn jede der umliegenden Städte und Gemeinden hat so seine eigene Sicht auf diese Planung.
Befürworter und Gegner, welche Seite ist die richtige? Aus einer alten Idee, den Nordosten Stuttgarts über den Neckar nach Westen anzubinden, von der B14 zur B27, ist nun diese Planung der Nord-Ost-Umfahrung entstanden. Bereits 2003 sollte diese Planung als „vordringlicher Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan eingestellt werden. Aber wie alle Straßenplanungen ist auch diese Planung noch lange nicht durch. Neun verschiedene Trassen waren zeitweise in der Planung. Im Regionalverkehrsplan wurde die „C1-Trasse“ festgehalten, und zählte zu „den Maßnahmen der höchsten Dringlichkeitsstufe“. Alle Planungen, die verworfen bzw. nicht akzeptiert wurden, haben aber eines nicht verändert: Die immer noch bestehende Forderung nach einer Nord-Ost-Umfahrung von Stuttgart und nach einer leistungsfähigen Verbindung zwischen den (Wirtschafts-) Räumen Waiblingen/Fellbach und Ludwigsburg/Kornwestheim.
Es wurde nun eine Nord-Ost-Ring Minimallösung geplant, bei der von drei Varianten die Variante mit der „Andriof-Brücke“ auf der „C1-Trasse“ als „die Variante“ befürwortet wurde. Und da waren noch die unterschiedlichen Gutachten mit verschiedenen Verkehrszahlen, die auch nicht zur Verbesserung der Planung beigetragen haben. Auch über Schallimmission, Verkehrsdaten, Einflüsse durch die (geplante) neue Verkehrsentwicklung können nur Prognosen erstellt werden.
Das Resümee dieses sehr interessanten Vortrages aus Sicht des Ortsverbandes ist, dass der Schutz des Menschen das oberste Gebot ist, und bei allen Überlegungen nie vergessen werden darf. Die umliegenden Städte und Gemeinden müssen sich dringend an einen Tisch setzen, denn diese Problematik der Straßenplanung kann nicht nur von einer Gemeinde gelöst werden. Die Verkehrsströme hören an keiner Gemarkungsgrenze auf und auch die Gelder sollten in einer gemeinsamen Planung sorgfältig eingesetzt werden.

BRP

Pressemitteilung


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