Vor der am 25. Mai stattfindenden Kommunalwahl stellten sich am vergangenen Montag die Freien Wähler bei ihrem kommunalpolitischen Stammtisch den Fragen zu verschiedenen Themen in der Stadt. Herzlich begrüßt wurde die Runde von Ortsverbandsvorsitzender und Kandidatin für Stadt- und Gemeinderat, Brigitte Rayer-Pohland. Sie stellte den Anwesenden gleich die kurzfristig zum Stammtisch hinzu-gekommenen Vertreterinnen und Vertreter einer neuen Initiative „Pro Waiblinger Straße“.

Gleich zu Beginn stellte die Initiative das Problem dar. Als Bewohner der Mühlhäuser Straße hätten sie mittlerweile eine nahezu unerträgliche Verkehrsbelastung zu beklagen. An ein nächtliches Durchschlafen sei nicht mehr zu denken. Die Entwicklung habe sich zuletzt verschärft mit der Aufsiedlung des neuen Wohngebietes Hartenecker Feld. Denn jetzt sei die Mühlhäuser Straße zur beliebten An- und Abfahrtsstrecke für dessen Bewohner geworden, da man mit wenig Ampelverkehr schnell zur Straße nach Remseck oder Richtung Friedrichstraße gelange. Große Sorgen machen sich die Anwohner über das kommende Baugebiet Fuchshofstraße/Oßweil, da hier nochmals eine Verkehrssteigerung für die Mühlhäuser Straße absehbar sei. Die Lösung ist aus Sicht der Betroffenen der Bau der Waiblinger Straße, wenn sie als Verbindungsstraße zur Landstraße 1140. (Anschlussstraße der Friedrichstraße in Richtung Remseck) angelegt wird. Zum Thema Lärmschutz schlägt die Initiative eine intelligent geplante Lösung vor, die die Auflagen für Lärmemissionen des Sportgebiets und der künftigen Waiblinger Straße beinhalte.
Reinhardt Weiss, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat der Freien Wähler für den Gemeinderat sagte den Beteiligten zu, dass sich die Freien Wähler in der neuen Legislaturperiode bei der Planung von Neubaugebieten für Verkehrszählungen belasteter Straßen einsetzen werden. Bei der noch ausstehenden Entscheidung Waiblinger Straße werden die Freien Wähler mit Nachdruck die Prüfung der Planung und der Kosten für eine Verbindungsstraße fordern. Klar sei auch, so Stadt- und Kreisrätin Gabriele Moersch, dass andere Fraktionen sich sehr zurückhaltend zeigen in Sachen Verbindungsstraße.

Ein weiteres Anliegen in der Stammtischrunde war die Thematik der Baustandards öffentlicher Gebäude. Man kann, symbolisch gesprochen, „goldene Wasserhähne aber auch Standardarmaturen einbauen“, so Stadt- und Kreisrat Bernd Kirnbauer. Der kostenmäßige Unterschied bei Vorhaben mit solidem oder gehobenem Baustandard könne nach den gemachten Erfahrungen beim Bau von Kindertagesstätten bei fast 1 Mio. Euro liegen. Mit den so ersparten Baukosten würden die Freien Wähler weitere, dringend notwendige Projekte finanzieren, ohne die Verschuldung der Stadt zu erhöhen.


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