Die öffentliche Sitzung des Hohenecker Stadtteilausschuss fand im März unter Leitung des ersten Bürgermeister Seigfried im evangelischen Gemeindezentrum statt. Es war sehr schade, dass für die anwesenden Bürger keine Sitzungsunterlagen vorbereitet waren und dass es zu den, bereits Wochen im Vorfeld beantragten Tagesordnungspunkten, der Verwaltung nicht möglich war, wie in anderen Stadtteilen üblich, erläuternde Pläne und Infos für alle erkennbar, mit einem Beamer an die Wand zu werfen.

Auf den gemeinsamen Antrag von Herrn Hoffmann (Grüne) und Jochen Zeltwanger (Freie Wähler), Informationen über den geplanten Neubau der städtischen Wohnungsbau beim Kurhotel und die daraus sich ergebenden Folgen für den über 100 Jahre alten Holzpavillon im Gartenbereich vorzustellen, wurde dem Stadtteilausschuss und interessierten Bürgern durch einen Mitarbeiter der Wohnungsbau mündlich mitgeteilt, dass hier ein Neubau mit Tiefgarage entstehen soll, der 20-22 Wohneinheiten beherbergt – vorwiegend 1- und 2-Zimmer-Appartements für Menschen mit Anspruch nach dem Landeswohnraumfördergesetz. Auf Nachfrage aus dem Gremium, zur Möglichkeit den Holzpavillion zu erhalten oder an eine andere Stelle umzusetzen, wurde der Stadtteilausschuss vom Bürgermeister informiert, „…dass dies bereits umfassend von der Verwaltung geprüft wurde, kein Denkmalschutz bestehe und die Substanz sehr stark wurrmstichig und somit nicht zu erhalten sei.“

 

Es wäre hier sicher schön gewesen, den interessierten Bürgern und dem Stadtteilausschuss hätte die Verwaltung zu diesem Antrag ein paar Pläne präsentiert und vielleicht auch die Begründung des Gestaltungsbeirates, wie sich hier am Stadteingang vom Neckar, zwischen dem denkmalgeschützten Hohenecker Kurhotel und der Hohenecker Heilbad-Quelle sich ein 30 Meter langer Neubau „stadtbildprägend gut einfügt“, noch dazu, wenn er mehr als 3 Meter über dem Strassenniveau der Uferstraße schwebt.

 

In der Zwischenzeit konnten bei einem Ortstermin Stadtteilausschussmitglieder und Gemeinderäte sich über den baulichen Zustand des Holzbaus vor Ort ein Bild machen und auch Pläne des Neubaus mit Tiefgarage einsehen.

 

Als Antrag und Top 2, hatte Jochen Zeltwanger für die geplanten Sanierungsmaßnahmen am Neckarsteg (Geld ist im Haushalt eingestellt), „…um die Präsentation und Erläuterung der Ausführungsplanung gebeten“, nachdem vor wenigen Wochen im BTU bekannt geworden war, dass-entgegen dem Antrag der Freien Wähler vor 2Jahren – die fahrradfreundliche Sanierung mit Anhebung des Geländers entgegen den Erwartungen 2017 nicht erfolgen soll. Für diesen Sommer ist – parallel zu den Sanierungsarbeiten der Neckarbrücke bei der Marbacher Straße – nur die Belagssanierung eingeplant. Gerade in den letzten Wochen ist durch die Fertigstellung des neuen Radweges am Neckar über das ehemalige EVS-Areal bis zur Gemarkungsgrenze von Ludwigsburg/Neckarweihingen deutlich geworden, dass die Radfahrer von Marbach nach Ludwigsburg oder Remseck nicht den Weg über die verkehrsberuhigte Neckarweihinger Ortsmitte nehmen, sondern die landschaftlich schöne Strecke am Neckar wählen. Dann aber große Schwierigkeiten haben, mit dem Zweirad auf und über den Neckarsteg zu gelangen.

Hier muß dringend auf Neckarweihinger Seite mit angemessenem Aufwand eine praktikable Lösung für die Nutzung und Anbindung des Neckarsteges für Radfahrer nach Hoheneck gefunden und umgesetzt werden.

 


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